Ratgeber für Ziegel- und Klinkerfassaden Kostenvergleich
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Ziegelfassade Ratgeber Dämmen, ohne das Klinkerbild zu verlieren

Glossar

Kurz erklärt: die Begriffe, die bei Ziegelfassade, Klinker und Dämmung immer wieder fallen. Die Zahlen stammen aus den Quellen, die in unseren Beiträgen verlinkt sind.

Amortisation
Zeitraum, nach dem die eingesparten Heizkosten die Investition ausgeglichen haben. Die Verbraucherzentrale rechnet für eine ungedämmte Ziegelmauer mit ungefähr 14 bis 15 Jahren, bei ohnehin fälliger Sanierung mit etwa acht Jahren; beides hängt an den dort getroffenen Annahmen.
BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude)
Förderprogramm des Bundes. Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, also auch die Dämmung von Außenwänden, bezuschusst das BAFA mit einem Grundfördersatz von 15 Prozent.
Dämmbeschichtung
Dünne Schicht, die nach Herstellerangabe den Wärmeübergang an der Oberfläche verändert, statt eine Dämmstoffdicke aufzubauen. Unabhängig geprüfte Messwerte liegen uns nicht vor; Eignung und Optik sind vorab an einer Musterfläche zu klären.
Endoskopie
Blick durch eine kleine Bohrung in den Hohlraum einer Wand. Sie zeigt, ob eine Luftschicht durchgehend und trocken ist, und gehört vor jede Kerndämmung.
Energieeffizienz-Experte
Fachleute, die für die BAFA-Förderung eingebunden werden müssen. Verzeichnisse führt die dena unter energie-effizienz-experten.de.
Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
Neuer Name des früheren Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Anforderungen an Bestandsbauten bei Änderungen stehen in § 36 und Anlage 7.
Hartbrandklinker
Sehr dicht gebrannter Klinker. Als dampfdichte Vorsatzschale rät die Verbraucherzentrale NRW hier von einer späteren Kerndämmung ab.
iSFP (individueller Sanierungsfahrplan)
Schrittfolge für die Sanierung eines Gebäudes, erstellt von einem Energieberater. Sie ist nach BAFA-Darstellung nicht bindend, kann aber einen Bonus von 5 Prozent auf die Förderung auslösen, sobald das förderfähige Volumen 30.000 Euro übersteigt.
Kapillaraktiv
Eigenschaft von Dämmstoffen wie Calciumsilikatplatten, Feuchte aufzunehmen und wieder abzugeben. Sie verhindert Tauwasser hinter einer Innendämmung ohne Dampfsperre.
Kerndämmung
Dämmung des Hohlraums einer zweischaligen Wand. Der Dämmstoff wird durch Öffnungen in der Außenschale eingeblasen und verdichtet.
Luftschicht
Hohlraum zwischen Innenschale und vorgemauerter Außenschale. Für eine Kerndämmung nennt co2online mindestens vier Zentimeter nutzbaren Platz.
Schlagregen
Regen, der vom Wind gegen die Fassade gedrückt wird. Eine intakte, regendichte Außenschale ist Voraussetzung für die Kerndämmung; die Lage des Hauses spielt eine Rolle.
Sichtmauerwerk
Einschalige, massive Wand, deren Ziegel selbst die sichtbare Fläche bilden. Ohne Hohlraum scheidet die Kerndämmung aus.
Tauwasser
Wasser, das ausfällt, wenn warme, feuchte Raumluft an einer kalten Fläche abkühlt. Hinter einer Innendämmung ist es das zentrale Risiko.
U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²·K): Je kleiner, desto weniger Wärme geht durch das Bauteil. Anlage 7 des GModG nennt für Außenwände von Wohngebäuden 0,24 W/(m²·K).
Verblendmauerwerk
Vorgemauerte Außenschale aus Klinker oder Verblendstein vor der tragenden Innenschale. Sie schützt die Wand und bestimmt die Ansicht.
Vorgehängte hinterlüftete Fassade
Bekleidung auf einer Unterkonstruktion mit Luftspalt vor der Dämmung. Nach co2online die teuerste der Außenlösungen, sie ersetzt die Ansicht.
WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Dämmplatten mit Armierung und Putz auf der Außenwand. Der Dämmstoff selbst macht laut Verbraucherzentrale NRW nur etwa ein Viertel der Gesamtkosten aus.
Wärmebrücke
Stelle, an der Wärme schneller nach außen fließt als in der übrigen Wand, etwa an Anschlüssen. Bei der Innendämmung ein typisches Problem.